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Schon wenig Alkohol fördert Brustkrebs  
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Alkohol fördert nach Expertenmeinung Brustkrebs. Es gebe einen immer größeren Anteil an Brustkrebsfällen, die die durch Alkohol begünstigt werden, sagt der Geschäftsführer der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen (DHS), Rolf Hüllinghorst, unter Berufung auf neue Studien. Alkohol sei eine krebsfördernde Substanz und begünstigt ab einer gewissen Menge nicht nur Krebs in Magen, Speiseröhre und Rachen, sondern auch im Darm und die meisten anderen Krebsarten. Bei Brustkrebs reichen allerdings schon ganz geringe Mengen, um das Risiko zu erhöhen. Auf Grund dieser Erkenntnisse haben Mediziner verschiedener Fachrichtungen in der DHS die bisherigen Grenzwerte für den Alkoholkonsum nach unten korrigiert.

Verschiedene Risikogruppen
2006 sind nach Angaben der der Europäischen Gesundheitskommission 50.000 Menschen an Krebs in Verbindung mit Alkohol gestorben, davon 11.000 Frauen an Brustkrebs. Nicht nur Frauen und Männer mit einem genetisch bedingten Krebsrisiko können durch Alkohol schwer erkranken, auch Raucher oder Zahnkranke gehören zur Risikogruppe. Nach Angaben der DHS erhöht sich das Risiko auf Lebererkrankungen und Krebs, wenn Alkohol zusammen mit Vitamin A oder Beta-Carotin eingenommen wird. Auch sollten alkoholische Getränke nur zusammen mit Essen getrunken werden.

Neue Grenzwerte für den Alkoholkonsum
Die bisherigen Grenzwerte lagen für Männer bei 30 Gramm und bei Frauen bei 20 Gramm pro Tag. Die aktuell herausgegebene Empfehlung der DHS besagt, dass Männer maximal 20 bis 24 Gramm reinen Alkohol pro Tag zu sich nehmen sollen, bei Frauen sind das nur 10 bis 12 Gramm. Das entspricht 0,5 bis 0,6 Liter Bier oder 0,25 bis 0,3 Liter Wein mit einem durchschnittlichen Alkoholgehalt, bei Frauen ist es entsprechend die Hälfte. Für kranke oder gefährdete Menschen liegen die Werte unter diesen Empfehlungen. Auch wenn die empfohlenen Richtwerte eingehalten werden, sollten man aber mindestens zwei alkoholfreie Tage in der Woche einlegen.

Kaum gesundheitsfördernde Wirkung
Eine gesundheitsfördernde Wirkung von Alkohol gibt es nur in einem ganz engen Rahmen. Bei älteren Männern mit Herzinfakt- oder Hirnschlagrisiko könnten geringe Mengen Alkohol die Gefahr reduzieren. Diese Wirkung schlage aber bei einem erhöhten Konsum rasch ins Gegenteil um. "Es ist bei dieser Risikogruppe genauso wirkungsvoll, abends einmal um den Block zu gehen", sagt der DHS- Vorsitzende Jobst Böning.

Werbeverbot für Alkohol gefordert
Experten der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen haben sich für ein Verbot von Alkoholwerbung in Deutschland ausgesprochen. Der Alkoholkonsum in Deutschland liege mit zehn Litern pro Kopf und Jahr über dem europäischen Schnitt von acht Litern, erläuterte der Vorsitzende des Wissenschaftlichen Kuratoriums der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen (DHS), Karl Mann. "Es gibt gute Belege dafür, dass die Werbung tatsächlich den Konsum hochfährt", erklärt Mann. Alkoholwerbung ziele dabei derzeit zu zwei Dritteln auf Frauen, da es bei diesen eher noch Potenzial zur Steigerung des Verbrauchs gebe als bei Männern.

Quelle: dpa/jw


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